Werte Kolleginnen und Kollegen, liebe (Matador-)Eisenbahnfreunde (Teil 1)
Es gibt mehrere Gründe, warum ich diesen Beitrag im Forum verfasse:
Als Eisenbahn-Fan möchte ich Euch über die Bedeutung, Geschichte und Möglichkeiten des Eisenbahnbaus im Zusammenhang mit MATADOR berichten.
Meine Ausführungen dazu werde ich mit entsprechendem Bildmaterial ab Vorlagen und Eigenbauten von mir selbst illustrieren.
Es stellte sich nach dem Bau verschiedener Dampf-, Diesel- und E-Loks mit entsprechenden Eisenbahnwagen bald einmal auch die Frage, wie kriege ich denn das Ganze «auf die Schiene»…und damit meine ich nicht nur in übertragenen Sinn, d.h. im Forum «zu Papier» sondern auch in praktischer Hinsicht.
Das kann ich aber nicht tun, ohne mich vorher bei allen Kollegen herzlich zu bedanken, die mir praktische Hinweise und entsprechende Unterlagen schickten, mich aber auch «materiell» unterstützten, d.h. mir wertvolle Eisenbahn-Sonderteile aus ihrer Sammlung zukommen liessen. Namentlich erwähnen möchte ich Hans52, Carlos 1957 und seine Tochter Cornelia, Bodingbauer Wolfgang, Fukerieder Reinhard und Haas Christian.
Als Quellenangabe gelten sämtliche Kopien aus MATADOR-Vorlagen und -Zeitungen sowie Arbeit «30 Jahre MATADOR-Korbuly 1947-1977» gestaltet von Johann sowie aus der Zeitung «Mein Bezirk» der Bericht von Robert Sieger «Damals & Heute: PFAFFSTÄTTEN: Die Johann Korbuly Matador Fabrik 1901 – 2021».
Aus Platzgründen wird dieser Beitrag in mehreren Teilen erscheinen. Sie alle haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und mögen daher Leserin und Leser anregen und ermutigen, ihn mit ihren Berichten über gemachte Erfahrungen zum Thema zu ergänzen.
Doch nun zur Sache !
Über die wechselvolle Geschichte von MATADOR ist in diesem Forum bereits einiges zu lesen (siehe dazu den Beitrag von mennedetter «Alles über die lange Geschichte von MATADOR).
Dazu nur soviel :
Der Holzbaukasten MATADOR wurde 1901 vom österreichischen Ingenieur Johann Korbuly erfunden. Er liess diese Erfindung patentieren und gründete in Wien die erste Fabrik, die jedoch schon bald aus Platzgründen nach Pfaffstätten bei Traiskirchen übersiedelte. 1919 übernahmen seine beiden Söhne Johann und Rudolf den Betrieb, der während des 2. Weltkrieges die Produktion einstellen musste zugunsten der Herstellung von Sprengkapselschachteln für die Wehrmacht. Kurz vor Ende des Krieges brannte die Fabrik infolge Kampfhandlungen aus
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MATADOR war schon immer ein «Spielzeug» für Gross und Klein ! Extra grosse Klötze lernen kleine Kinderhände zu Greifen und Begreifen. So nehmen sie ihre Umwelt wahr. Mit den kleineren Teilen baute ich als siebenjähriger Junge meinen ersten Kran. Und erst mit siebzig erfuhr ich, dass MATADOR an Universitäten und anderen Ausbildungsstätten in Österreich ein gängiges Lehrmittel zur Ausbildung von Studenten und angehenden Ingenieuren in Physik, Mechanik und Statik war.
Aus welcher Zeit aber die Lok auf dem ersten Bild in diesem Beitrag stammt konnte ich nicht herausfinden. Fast würde ich sagen: «Am Anfang war die Lok !,» was die Bedeutung der Eisenbahn in der Geschichte von MATADOR nur unterstreichen würde. Wenn ich heute alte und neue Vorlagen zum Modellbau anschaue, so ist in jeder Sammlung doch mindestens eine Lokomotive mit dabei, oder aber ziert eine der vielen Baukästen gefertigt aus stabilem Karton.
Meine alte Dampflokomotive gehört inzwischen fest zu meinem Lok-Inventar, das inzwischen doch schon eine beachtliche Grösse erreicht hat dank meiner Faszination für MATADOR und Eisenbahn.
Soweit genug fürs erste. Lesen Sie bitte mehr zum Thema in Teil 2. Ich freu mich auf Ihr Interesse !
Mit herzlichen Grüssen aus der Schweiz, daniele