(Teil1)
Wie Sie sicher bemerken, ist der «Level-Luffing»-Kran mein Lieblings-Modell unter all den Kränen geworden, die ich vorgängig hier vorstellen durfte, obwohl mir sein Aussehen zuerst gar nicht gefiel . Mich fasziniert aber die Seilführung von der Winde zum Kranhaken, die bewirkt, dass die angehängte Last beim Bewegen des Auslegers immer auf gleicher Höhe bleibt. Wird dieses Prinzip zusätzlich sowohl mit einem Ausleger in Form eines Trapezes als auch einem liegenden Dreieck kombiniert, ergibt sich daraus für einen Kran ein untypisches Aussehen, welches an einem Pferdekopf («Hors-Head») erinnert.
Ich muss gestehen, dass ich lange gebraucht habe, diese Kombination zu verstehen und dann auch in die Praxis umzusetzen, wozu einige Versuche nötig waren
Als «Eigenbauer» erlaube ich mir, an Matador- Originalteilen auch kleine Änderungen vorzunehmen. So in einem Fall, wo ich die Enden von zwei 11-er Leisten abgerundet habe, damit sie bereits im ersten Loch der entsprechenden 6-er Leisten und somit näher am Führerhaus verankert werden konnten. Diese Massnahme verändert den Schwerpunkt des Kranes und macht ihn dadurch standfester.
Um ein schön gleichmässiges Aufrollen des Seiles an der Winde zu ermöglichen, wird dieses nach einem kurzen Abstand über eine Rolle geleitet, dies sich horizontal hin und her verschieben lässt. Das passiert automatisch durch Gleiten des Seils auf der Rolle.
Beides wird in den folgenden Bildern veranschaulicht.
Eigenbau ist immer ein Experiment. Man muss ja ausprobieren, ob schliesslich alles passt. Als der Kran fertig war, stellte ich fest, dass er bereits nach halbem Ausfahren des Auslegers zu kippen drohte. Das konnte ich allerdings durch ein Verbreitern des untersten Teiles, an dem die Räder befestigt sind, beheben. Auch dieser Beitrag wird aus Platzgründen wieder in zwei Teilen erscheinen. Im ersten Teil geht es mehr um Detail-Ansichten zu verschiedenen Bauphasen, im zweiten Teil eher um Bilder vom ganzen Kran.
Zum Bau selbst:
Am anspruchsvollsten waren der Einbau des Matador-E Motors bei sehr engen Platzverhältnissen sowie die «Wipp»-Konstruktion («Hors-Head») des Auslegers.