danieles Eisenbahn

Vorstellung selbst entwickelter Modelle und deren Nachbauten.
daniele
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Re: danieles Eisenbahn

Beitrag von daniele »

Hallo Johannes,
Danke für dein Kompliment und den Hinweis zu "will haben". Habe dort gerade mal wieder ein bisschen "rumgestöbert" und bin auch "fündig" geworden.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
daniele :D
daniele
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Re: danieles Eisenbahn

Beitrag von daniele »

Liebe Leserinnen, liebe Leser, werte MATADOR-Freunde,

Mit dieser kleinen Diesel-Rangierlok stellt sich ein weiteres Fahrzeug in den nun doch ziemlich ansehnlich gewordenen "Lokschuppen" von «Danieles Eisenbahn» ein. Natürlich könnte ich die «alten» Modelle wieder auseinandernehmen, um Platz zu schaffen. Aber das fällt mir, ehrlich gesagt, ziemlich schwer. Ich denke, in dieser Hinsicht geht es vielen von euch ebenso.
Jedes selbstgebaute Modell hat seine Geschichte: Da ist mal die Idee, was man denn eigentlich bauen könnte bzw. möchte. Hilft ein Plan aus dem riesigen Sortiment an MATADOR-Vorlagen ? Es folgt die Überlegung, habe ich auch das nötige Material dazu, brauche ich Teile aus meinem Vorrat an «Eigenbau» oder muss ich solche noch herstellen ?. Auf alle Fälle ist es schön, wenn einem ausreichend Teile zur Verfügung stehen, um verschiedene Varianten auszuprobieren. Dann kommt der eigentliche Bau mit Phasen der Freude :) über eine geglückte Konstruktion oder aber des Misserfolges :cry: . Oft ist das ein wahres Wechselbad der Gefühle. Für mich ist am Ende jedes Modell dennoch ein Unikat.
Trotzdem werde ich nun den Eisenbahn-Bau für eine Weile verlassen, da ich glaube, dieses Thema im Moment genügend «ausgereizt» zu haben. Ich möchte mich bedanken, für alle wohlwollenden Kommentare aus der geschätzten Leserschaft aber auch bei den Kollegen, die mich mit wertvollen Beiträgen aus Theorie und Praxis unterstützt haben.
Bis zum nächsten Mal !
Mit herzlichen Grüssen aus der Schweiz, daniele :D
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Hans52
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Re: danieles Eisenbahn

Beitrag von Hans52 »

Servus Daniele!

Gratulation zu deiner neuen Lokomotive! Ich finde, dass diese kleine Verschub-Lok eines deiner besten Modelle ist!

Liebe Grüße: Hans
carlos1957
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Re: danieles Eisenbahn

Beitrag von carlos1957 »

Hallo Daniele

Meine Phantasie sagt mir: 200-300PS, Motor von MWM oder Deutz, 30km/h rangier-, 60Km/h schnellgang, tätig 60er- bis 80er-Jahre.
OK, jetzt im Ernst, wiedereinmal ein echtes Daniele-Juwel, bravo!

Schönen Tag,

Carlos
Lebt lange und in Frieden!
daniele
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Re: danieles Eisenbahn

Beitrag von daniele »

....geteilte Freude ist doppelte Freude ! :)
thomasdr1
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Eisenbahn Spurweite

Beitrag von thomasdr1 »

Hallo,
sind sind die 60mm Spurweite auf den Innenflanken (wie in der realen Welt) oder aussen?

Danke
Thomas
daniele
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Re: danieles Eisenbahn

Beitrag von daniele »

Werte MATADOR-Freunde, lieberThomas

Danke für deine Anfrage !
Also : Die Spurweite, die ich für meine Lokomotiven als Normalspur bezeichne, ergibt sich aus 19-er Leisten, welche mit grünen Stäbchen verbunden sind. Daraus resultiert eine Spurweite von knapp 60 mm aussen gemessen. Das rührt daher, dass ich beim Baubeginn meiner Eisenbahn noch nicht über MATADOR Schienen-Material verfügte, das ursprünglich im Kasten «MATADOR für Elektro-Fahrzeuge» (Elektro-Fahrzeugkasten Nr. 292) als Schienen und Schwellen erhältlich war. Zufällig entspricht diese gewählte Spurweite von 60 mm auch der MATADOR-Normalspur, allerdings gemessen an der Aussenflanke, also nicht wie in der realen Welt. Und genau dieser Unterschied macht es aus, dass meine Loks und die Wagen mit Normalspur nicht auf die MATADOR-Normalspur passen :x !
Anders ausgedrückt : Die Achsen meiner Normalspur sind zu kurz für die MATADOR-Normalspur. Dies gilt es zu beachten, falls du eines meiner Normalspur-Modelle nachbauen möchtest. Ich denke, meine Normalspur-Modelle lassen sich allerdings in ihrer jetzigen Form allein durch Anpassung der Achsenlänge der Spurkranzräder in jeder der drei oben erwähnten Spurweiten bauen :D . So habe ich erfolgreich diverse Loks und Wagen von meiner Normalspur auf Matador-Schmalspur umgebaut. Nur und allein aus optischen Gründen wurde der Abstand der beiden Puffer an der 10-er Platte mittels Bohrung zweier zusätzlichen Löcher etwas verkürzt (siehe dazu den Umbau meiner Schlepp-Tenderlok in Normalspur zur Tenderlok in MATADOR-Schmalspur vom 10.05.25 hier in «danieles Eisenbahn»).

Aus Erfahrung darf ich sagen, dass der Bau von Eisenbahn-Modellen mit «MATADOR» anspruchsvoll ist, vor allem wenn man das entsprechende Geleise-Material verwenden möchte. Wie man aus alten «MATADOR-Zeitungen» erfährt, war die Eisenbahn stets eine wichtige Grösse im Modellbau. So gab es dazu viele Spezial-Teile aus Holz und Kunststoff (Falk-Ära). Solche werden leider nicht mehr produziert aber von Sammlern in verschiedenen Internet-Plattformern wie «e-bay» oder «will haben» zum Kauf angeboten. Nebst seriösen Angeboten zu fairen Preisen wird dort leider aber auch viel Ramsch (sogenannte «Konvolute») und dazu noch massiv überteuert angeboten.

Dieser Umstand veranlasste deshalb einige Konstrukteure zum Eigenbau von Modellen unter Zuhilfenahme selbstgebauter Teile. Dazu darf ich bemerken, dass man dank einer Laubsäge und Bohrständer mit Spezial-Schraubstock schon einiges zustande bringt. Wie in allen Belangen wächst mit zunehmender Erfahrung auch der Erfolg im Umgang damit. Mit einer Drehbank und einer feinen Bandsäge lässt sich alles noch steigern, bedingt dann aber schon den Umstand, über eine kleinere Werkstatt zu verfügen.
Wenn ich hier ins Schwärmen gerate, so ist dies dem Umgang mit dem Natur-Produkt Holz und der faszinierenden Technik von MATADOR zu zuschreiben. Was man damit alles «anstellen» kann, davon zeugen die vielen Beiträge in diesem Forum auf eindrückliche Weise. Einmal mehr möchte ich deshalb an dieser Stelle Thomas Öllinger und seinem Team für das Forum danken, wo wir die Freude über unsere kleineren und grösseren «Errungenschaften» im Zusammenhang mit MATADOR unter Gleichgesinnten teilen dürfen.
Mit herzlichen Grüssen
Euer daniele :)
thomasdr1
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Re: danieles Eisenbahn

Beitrag von thomasdr1 »

Hallo Daniele,
danke für die Info.
Bauteile selber bauen war früher nicht das Problem.
Leider ist meine Werkstatt Opfer der Scheidung geworden. Ich bin daher mehr auf den virtuellen Teil ausgewichen.
Neben fischertechnik habe ich jetzt begonnen Matador Bauteile in CAD anzulegen.
Die Standardteile sind kein Problem. Die Exoten sind aber kaum erhältlich und wenig dokumentiert. Ich versuche aus Fotos und Bauanleitungen Details abzuleiten, was mitunter schwierig ist, da es meist eine perspektivische Ansicht ist und ein Referenzmaß fehlt.
Ein Foto aus der Draufsicht ist ein seltener Glücksfall.
Beispiel dafür sind Auto- , Eisenbahn- , Flugzeug und Elektro-Bauteile.
Ich finde es schade, wenn diese Teile nur in irgendwelchen Sammlungen liegen und im Laufe der Zeit immer mehr in Vergessenheit geraten.
Es wäre hilfreich, zu einzelnen Bauteile die realen Maße zu erfahren, um diese Bauteile und deren Modelle wenigstens virtuell erfahrbar zu machen.

Anbei ein Beispiel, was ich mit fischertechnik darstellen kann. Ich würde gerne diesen Level auch bei Matador erreichen.

Gruß Thomas
Liebherr Bagger komplett v19.jpg
Liebherr Bagger komplett v19.jpg (1.01 MiB) 1342 mal betrachtet
daniele
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Re: danieles Eisenbahn

Beitrag von daniele »

Hallo Thomas,
Vielen Dank für deine interessante Antwort! Ich muss gestehen, dass mir der Begriff «CAD» zwar bekannt ist, ich mir darunter bislang jedoch nichts Konkretes vorstellen konnte :oops: . Für diejenigen unter uns, denen es ebenso ergeht, möchte ich diesen Begriff mithilfe von KI (Copilot von Microsoft 365) kurz erklären:

Was bedeutet «CAD» genau?
«CAD» steht für «Computer-aided Design», zu Deutsch : «rechnerunterstützes Konstruieren» und bezeichnet den Einsatz von Computertechnik zur Unterstützung bei der Konstruktion und Gestaltung von Produkten. Technische Zeichnungen, Modelle und Entwürfe werden dabei nicht mehr mit Papier und Bleistift, sondern digital in 2D oder 3D erstellt.
Typische Einsatzbereiche sind :
Maschinenbau
Architektur
Elektrotechnik
Bekleidungsindustrie
Zahntechnik, …und vieles mehr

Vorteile von CAD:
Präzises und schnelles Erstellen von Entwürfen
Einfaches Ändern und Optimieren von Modellen
Simulationen und Berechnungen direkt im System
Automatisches Generieren technischer Zeichnungen
Übergang vom virtuellen Modell zum realen Objekt (z. B. mit 3D-Druck)

«CAD» ist ein zentraler Bestandteil moderner Produktentwicklung und gehört zu den sogenannten CAx-Technologien, zu denen auch «CAM» («Computer-aided Manufacturing») und «CAQ» («Computer-aided Quality») zählen, d.h. rechnerunterstützte Herstellung und Qualitätskontrolle.

Ich finde deine Idee, mit dieser Technik «MATADOR»-Bauteile zu zeichnen und anschliessend mittels 3D-Druck herzustellen faszinierend. Es würde damit das Sortiment stark erweitern und damit den Bau bezogen auf das gewünschte Modell mit bereits «vorfabrizierten» Teilen ermöglichen. Gleichzeitig würde es MATADOR z.B. die Verwendung von Hydraulik-Komponenten ermöglichen, die Ladeschaufel eines Baggers oder dessen Raupen-Fahrwerk wäre schon fixfertig vorhanden, wie du es eindrücklich mit deinem LIEBHERR-Modell dokumentierst. Also, mit deiner Idee rennst du bei mir offene Türen ein :!:
Wie du ja weisst, gab es in der Falk-Ära bereits ein ganzes Sortiment an MATADOR-Baukästen mit vorgefertigten Teilen aus Kunststoff. Ich verwende solche gerne auch in meinen Eigenbau-Modellen. Damit würde man sicher all' diejenigen unter uns ansprechen, die gerne grosse und komplexe Modelle bauen.
Doch spätestens hier muss man sich die Frage stellen, entspricht das noch der ursprünglichen Idee, dass MATADOR eigentlich ein Spielzeug für Kinder und Jugendliche ist ? Und wie verträgt sich das Beimischen von Kunststoff-Teilen mit dem Ruf, dass MATADOR wegen seinen Bauteilen aus Buchenholz besonders kinderfreundlich und nachhaltig sei ? Inwieweit «behindern» bereits vorgefertigte Bauteile gerade Kinder nicht im Ausleben ihrer Fantasie ?
Es gibt sicher noch viele Gründe und Argumente pro und kontra bezüglich mittels «CAD»-hergestellten MATADOR-Baubestandteilen aus Kunststoff. Wie bei vielen Dingen bräuchte es dazu die nötige Kompromissbereitschaft aus beiden Lagern und vor allem müsste da auch die Firma «MATADOR» «als Kapitän mit im Boot» sein.

Lieber Thomas, werte Matador-Freunde
mit diesen Gedanken darf ich mich für heute von Euch verabschieden. Wie, wo und in welchem Masse ich solche «Fremdbestandteile» bei meinen «Eigenbauten» verwende, zeigt beispielsweise das untenstehende Bild einer Raupen-Ladeschaufel. Daran fehlt nur noch das Hydraulik-System von Thomas zum Heben und Senken der Schaufel !

Herzlich Euer daniele
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Niederflurwagen mit Raupenlader seitlich-von oben (1).JPG
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carlos1957
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Re: danieles Eisenbahn

Beitrag von carlos1957 »

Guten morgen Daniele

Als erstes, und weil Dir dass Thema CAD interessiert, möchte ich Dir die Beiträge von AndyZaf zum Thema "virtuelles Matador" unter "Tipps & Tricks" empfehlen. Dort findet sich auch einen Link zu einer geeigneten CAD-Freeware.

Weiteres möchte ich ein paar Kommentare zu Deinen letzten Beitrag schreiben, aber vorher möchte ich umbedingt folgendes betonen: es handelt sich ausschließlich um persönlichen Meinungen, ohne jeglichen Anspruch auf eine Qualifizierung als "ultimative Wahrheit" (etwas sehr irritierendes und arrogantes, was leider so oft unter Youtubers geschied!).

Wie Du weisst, beschäftige ich mich auch seit meiner Kindheit mit "Meccano". Es gibt (noch) eine große "Meccano-Szene" im British Commonwealth, welche zu 90% oder mehr aus "alten Hasen" besteht. Keiner dieser Herren würde jemals den Baukasten als Spielzeug betrachten (der übliche Begriff lautet "model engineering"), aber praktsich jeder von ihnen begann als Kind damit zu spielen. Manche diese Herren sind puristen, aber die Mehrheit scheut nicht davon ab, Fremdteile in ihren Bauten zu integrieren (z.B. 3D-Druck-generiert, aus kompatibeln Bausysteme, aus den RC-Zubehörangebot, sogar aus den Baumarkt). IMHO, ein guter Bausystem wie Meccano und Matador ist altersübergreifend, und unterliegt bei seiner Benutzung eine Evolution from reines Spielen bis zur ernsthaften Erstellung von Projekte, welche eine umfangreiche Recherche, Planung und Realisierung bedürfen. Wenn ein Kind etwas mit einen Anfangs-Set baut, ist es bestimmt "mangelhaft" was Detaillierung angeht, aber das kompensiert der "junge Ingenieur" problemlos mit Phantasie. Es braucht keine exotischen Teile, das kommt später. Daher glaube ich persönlich, dass es absolut legitim ist, wenn man sich mit Hilfe von modernen Werkzeugsmaschinen und Geräte Spezialteile herstellt, und dass dies keine Bedrohung für die Authentizität von Matador bedeutet.

Was die Plastikteile der Falk-Era betrifft, Deine Anwendungen derselben zeigen dass sie sehr nützlich sein können, besonders weil sie von Maßstab her realistischer wirken (z.B. Geländer, Baggerschaufeln, die Verbindung von Karroserie-Komponenten). Jedoch, glaube ich persönlich dass man es seinerzeit übertrieb, und dass die Einführung von den Plastikstäbe und die (sehr brüchigen) Plastikachsen den Todesstoß verpaste. Kurz gefasst, das Ganze wurde zu "plastisch".

Also, Daniele, schreib in Deinen Brief an den Christkind, dass Du Dir einen 3D-Drucker zu Weihanchten wünscht :D. VIel Spaß bei Deiner Erkundung der CAD-Welt, einen schönen Tag noch,

Carlos
Lebt lange und in Frieden!
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