Hallo Thomas,
Vielen Dank für deine interessante Antwort! Ich muss gestehen, dass mir der Begriff «CAD» zwar bekannt ist, ich mir darunter bislang jedoch nichts Konkretes vorstellen konnte

. Für diejenigen unter uns, denen es ebenso ergeht, möchte ich diesen Begriff mithilfe von KI (Copilot von Microsoft 365) kurz erklären:
Was bedeutet «CAD» genau?
«CAD» steht für «Computer-aided Design», zu Deutsch : «rechnerunterstützes Konstruieren» und bezeichnet den Einsatz von Computertechnik zur Unterstützung bei der Konstruktion und Gestaltung von Produkten. Technische Zeichnungen, Modelle und Entwürfe werden dabei nicht mehr mit Papier und Bleistift, sondern digital in 2D oder 3D erstellt.
Typische Einsatzbereiche sind :
Maschinenbau
Architektur
Elektrotechnik
Bekleidungsindustrie
Zahntechnik, …und vieles mehr
Vorteile von CAD:
Präzises und schnelles Erstellen von Entwürfen
Einfaches Ändern und Optimieren von Modellen
Simulationen und Berechnungen direkt im System
Automatisches Generieren technischer Zeichnungen
Übergang vom virtuellen Modell zum realen Objekt (z. B. mit 3D-Druck)
«CAD» ist ein zentraler Bestandteil moderner Produktentwicklung und gehört zu den sogenannten CAx-Technologien, zu denen auch «CAM» («Computer-aided Manufacturing») und «CAQ» («Computer-aided Quality») zählen, d.h. rechnerunterstützte Herstellung und Qualitätskontrolle.
Ich finde deine Idee, mit dieser Technik «MATADOR»-Bauteile zu zeichnen und anschliessend mittels 3D-Druck herzustellen faszinierend. Es würde damit das Sortiment stark erweitern und damit den Bau bezogen auf das gewünschte Modell mit bereits «vorfabrizierten» Teilen ermöglichen. Gleichzeitig würde es MATADOR z.B. die Verwendung von Hydraulik-Komponenten ermöglichen, die Ladeschaufel eines Baggers oder dessen Raupen-Fahrwerk wäre schon fixfertig vorhanden, wie du es eindrücklich mit deinem LIEBHERR-Modell dokumentierst. Also, mit deiner Idee rennst du bei mir offene Türen ein
Wie du ja weisst, gab es in der Falk-Ära bereits ein ganzes Sortiment an MATADOR-Baukästen mit vorgefertigten Teilen aus Kunststoff. Ich verwende solche gerne auch in meinen Eigenbau-Modellen. Damit würde man sicher all' diejenigen unter uns ansprechen, die gerne grosse und komplexe Modelle bauen.
Doch spätestens hier muss man sich die Frage stellen, entspricht das noch der ursprünglichen Idee, dass MATADOR eigentlich ein Spielzeug für Kinder und Jugendliche ist ? Und wie verträgt sich das Beimischen von Kunststoff-Teilen mit dem Ruf, dass MATADOR wegen seinen Bauteilen aus Buchenholz besonders kinderfreundlich und nachhaltig sei ? Inwieweit «behindern» bereits vorgefertigte Bauteile gerade Kinder nicht im Ausleben ihrer Fantasie ?
Es gibt sicher noch viele Gründe und Argumente pro und kontra bezüglich mittels «CAD»-hergestellten MATADOR-Baubestandteilen aus Kunststoff. Wie bei vielen Dingen bräuchte es dazu die nötige Kompromissbereitschaft aus beiden Lagern und vor allem müsste da auch die Firma «MATADOR» «als Kapitän mit im Boot» sein.
Lieber Thomas, werte Matador-Freunde
mit diesen Gedanken darf ich mich für heute von Euch verabschieden. Wie, wo und in welchem Masse ich solche «Fremdbestandteile» bei meinen «Eigenbauten» verwende, zeigt beispielsweise das untenstehende Bild einer Raupen-Ladeschaufel. Daran fehlt nur noch das Hydraulik-System von Thomas zum Heben und Senken der Schaufel !
Herzlich Euer daniele